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Mittwoch, 22. Juli 2026

Stoffläden vor Ort oder im Internet. Was sich in über 30 Jahren verändert hat.

 Als ich vor vielen Jahren mit dem Nähen angefangen habe, gab es in unserer Stadt lediglich nur einen kleinen Laden wo man Stoffe und Kurzwaren bekommen konnte. 1993 habe ich übrigens mein allererstes Schnittmuster gekauft, und wollte damals für unseren Goßen ein Karnevalskostüm nähen. Da gab es noch keine fertigen Kostüme in den Läden. Da musste Mama noch selber ran. Damals habe ich  übrigens mit Patchwork begonnen. Ich hatte also gar keine Ahnung von Konfektionsnäherei. 

Und wenn ich Stoff brauchte und wollte etwas anderes haben, als es vor Ort gab, habe ich mir eine Patchworkzeitschrift gekauft, mir eine passende Adesse raus gesucht, Muster zuschicken lassen  und dann irgendwo in Deutschland bestellt. Oder Variante 2, man hat sich ganze Projekt-Pakete raus gesucht und diese dann geordert. Diese Pakete haben auch das ganze Material enthalte was man gebraucht hat.

Kurz darauf gab es den Buttinette Katalog. Das war eine Freude. Endlich mehr Auswahl. Um Porto zu sparen haben wir damals ganz oft Sammelbestellungen gemacht. Irgendwann bekam man mit das es doch den ein oder anderen kleinen Laden im Radius von 50/70 km gab.

So war es für mich immer ein tolles Highlight im Dänemark-Urlaub jeden noch so kleinen Handarbeitsladen zu besuchen. Ich habe mir fast immer etwas mitgenommen. Das aller erste Tilda Buch in Original dänischer Sprache habe ich mir 2009 in Julesminde gekauft. Denn in Deutschland war es 2007 blitzschnell ausverkauft. Zu der Zeit hat man sich aktiv im Internet in Nähforen ausgetauscht. Ich wollte halt das original Buch einfach haben. Zu der Zeit wurde die erste Tildabuch Ausgabe nach dem alle verkauft waren für über 80 Euro gehandelt. Mir war das absolut zu teuer. Ich habe sie für den Originalpreis in Dk gekauft.

Auch Stoff & Stil und einige andere Shop´s hat man durch diverse Nähforen für sich entdeckt. Mit einem mal hatte man unbegrenzte Möglichkeiten an völlig andere Schnittmuster als an Burda zu kommen. Der Hype begann. Ungefähr 2010 habe ich angefangen mit Blog schreiben, Taschen und Konfektion zu nähen. Kurz darauf habe ich dann sogar mein Hobby zum Beruf gemacht und im Stoffladen gearbeitet. All die Jahre habe ich jedes Jahr im Urlaub Stoffe gekauft. 

Heute viele Jahre später gibt es immer noch kleinere und größere Shop´s im Internet. Aber den Stoffladen vor Ort gibt es gar nicht mehr. Nur die kleinen Läden die sich spezialisiert haben, haben bis heute überlebt. 

Aus Stof & Stil ist übrigens Selfmade geworden. Und aus einem ursprünglich großen fantastischen Laden ist eine überschaubare Verkaufsfläche geworden. So zumindest war das mein Eindruck als ich vor ein paar Tagen dort war. 

Mein Einkauf

1 Stoff , 1 x Nähgarn und 1 Schnittmuster. 

Selbst Herr Heidi war ein wenig verwundert wie klein und übersichtlich der Laden geworden ist. Ganz zu schweigen von meinem Mini-Einkauf. Und ich.... ich war enttäuscht. Im Ferienhaus musste ich dann erst mal im Internet schauen ob es nicht doch noch einen schönen Laden gibt. Und siehe da, ich habe einen wirklich großen Laden mit einer tollen Auswahl  gefunden.

Der Wahnsinn :))

Herr Heidi geht gewöhnlich eine Runde spazieren wenn ich Stoffe gucken gehe. Seine Runde war beendet und er kam gucken. Und ja er wusste seine Frau grinst im Kreis. Dauert ja alles ein bisschen die Stoffe abzuschneiden ...*gg

Da ich bald wieder mehr Zeit habe, werde ich auf jeden Fall wieder mehr selbst genähtes tragen. Und ich freue mich total darauf. Damit der Haushalt nicht vernachlässigt wird, muss ich wohl eine To Do Liste für selbigen  schreiben. Ansonsten würde ich vermutlich kaum noch aus dem Nähzimmer kommen ...*gg

Aktueller Stand des Leuchtturm Tuches 

Und es wächst langsam aber sicher. Ich hätte ja mehr gestrickt, aber die Urlaubswäsche musste erst wieder in den Schrank. 

LG heidi

Mittwoch, 17. Juni 2026

Nordliebe - Stoff

Der Stoffladen in dem ich gearbeitet habe, hat vor ein paar Wochen endgültig geschlossen. Einerseits bin ich ganz froh das ich längst einen anderen Job gefunden habe. Anderseits ist es jetzt gar nicht mehr so einfach, Stoff im Einzelhandel zu bekommen. Was ich wirklich sehr Schade finde. 

                                    *****Stoff online zu kaufen finde ich immer befremdlich.

Das können alle die Wolle und Stoff verarbeiten bestätigen. So ein Besuch im Laden  ist nicht mit einem Onlinebeshop vergleichbar. Ich lasse mich gerne inspirieren. Anfassen, vergleichen... den richtigen Kombipartner finden. Nicht zu vergessen die Beratung & den Austausch mit anderen Kunden. Mir wird es ganz bestimmt fehlen, wenn ich wegen jedem Faden in Zukunft das Internet bemühen muss. 

Und genau deshalb besuche ich immer wenn sich eine Gelegenheit bietet,  einen Stoffladen auf. Zu letzt habe ich das in meinem Ostsee Urlaub gemacht. Da ich zufällig in der Nähe war bin ich bei Nordliebe - Stoff gelandet. 

Was für ein verrückter Zufall ihn zu finden. Einfach klasse.


Und was für eine schöne Auswahl ich dort gesehen habe. Von allem etwas. Um sich die ganze Auswahl anzuschauen braucht es schon etwas Zeit. Kurzwaren, Nähgarne & Zubehör gibt es ausreichend. Inclusive einer guten Beratung. 


Auch wer sich nicht ganz sicher wegen der Menge ist, oder Kombipartner bei der Farbe sucht bekommt dort gerne Hilfe. Ich habe jetzt nichts verlernt... aber ich hab´s mitbekommen wie Kunden um Hilfe gefragt haben. Und so etwas Online auszusuchen finde ich schwierig. Die Inhaberin gibt sich wirklich Mühe um ihre Kunden zu unterstützen. Das hat mir besonders gut gefallen. Wer jetzt keine Möglichkeit hat dort hin zu fahren, kann dort auch sicher anrufen ;)

Ich habe mir auch etwas mitgenommen. Denn in kürze habe ich wieder deutlich mehr Zeit :)) Und darauf freue ich mich wirklich sehr. 

Den Laden zu finden ist übrigens nicht ganz so leicht.... man muss direkt an einer Tankstelle ...an den Zapfsäulen vorbei fahren ...*gg Kein Scherz. Nordliebe-Stoff bekommt von mir unbedingt eine Empfehlung.

LG heidi

Sonntag, 18. Dezember 2016

4. Advent .. das Interview mit Andrea

Hallo ihr Lieben . Heute haben  wir schon den 4. Advent . Und wie versprochen kommt so gleich  das Interview mit Andrea Vogt ,sie ist die  Erfinderin der W6 Maschinen und die Chefin des Unternehmens



Über Wertarbeit :

Die beliebteste Maschine?
  • die beliebteste Maschine bei W6 ist die W6 N 5000, aber die W6 N 8000 läuft ihr zur Zeit den Rang ab.

Die häufigsten Fehler von Kunden an den Maschinen ?
  • die häufigsten Fehler, falsches Einfädlen des Oberfadens ( Nadel hoch tief Taste wird immer vergessen, Rausreißen des Oberfadens nach hinten, falsches Einlegen der Spule, ohne Einrasten zwischen 6-7 und 8-9 Uhr.Aus diesem Grund haben wir extra neue Videos gedreht, die unter  dem Menüpunkt Hilfe das optimale Einfädeln anzeigen

Woher kommt die Idee zum Namen W6 ( Wertarbeit )? Hat das irgendeinen Hintergrund ?
  • Die Idee zu dem Namen W6: Wir wissen wie WERTARBEIT wahr wird, wird durch die 6 roten Bausteine im Logo dargestellt. ( steht auf der Internetseite. wir über uns....)
  • W6 lässt sich einfach schnell merken...

Info´s über Andrea Vogt:

Seid wann nähst Du ?

- Nähe, seit ich 10 Jahre bin, davor hatte ich eine Kindermaschine, die mir leider nicht so viel Spaß gemacht hat.
Mit 10 Jahren bekam ich meine eigene erste Nähmaschine.

Dein schwierigstes Nähprojekt?

-Schwierigstes Nähprojekt: ein hochelastischer sündhaft teurerJerseystoff aus dem ein Blazer und eine Hose genäht wurde, die sich beim bloßen Anfassen schon in alle Himmelsrichtungen verzogen. Allein der Reisverschluss musste mit Handstichen in acht versch. Richtungen fixiert werden.
Der absolute Stoff-Albtraum.

Warum habt ihr überhaupt eine neue Nähmaschine auf den Markt gebracht?

 -Neugier.... und Lust was Neues zu machen.....Kurze flexibel Wege und möglichst gut auf die Kundenbedürfnisse einzugehen....

Welche Nähmaschine würdest Du Nähanfängern empfehlen ?

-Nähanfänger, die 3300 exkl. die hat immer Luft nach oben..., näht, stickt und das für wenig Geld...

Wie lange hat es gedauert von der Idee bis die erste Maschine fertig war ?

-Die Idee bis zur Umsetzung dauerte ca. ein Jahr..

Welche Nähmaschine ist Deine liebste Nähmaschine ?

-Die liebste Maschine ist zur Zeit die W6 N 8000....

Wie habt ihr die Kirche gefunden ? und wie seid ihr auf die Idee gekommen dort euer Geschäft zu eröffnen ?

-Der Kirchenverkauf stand in der regionalen Zeitung. Wir haben die Kirche gesehen und uns sofort in das Objekt verliebt. Wer hat schon eine eigene Kirche mit 2 großen tollen Glocken????

Neue Ideen und Pläne in unmittelbarer Zukunft ?

-Ausweitung der Nähprojekte auf unserer eigenen W6 Seite. Die macht mir und allen Mitarbeitern viel Spaß. Ich hoffe, dass die Kunden merken, wie viel Herzblut man in ein solches Projekt steckt.


Vielen Dank für dieses nette Gespräch. Es war mir wie immer ein Vergnügen :))

Ich habe übrigens Tage gebraucht  um mir Fragen zu überlegen ... Andrea war so fix . Innerhalb kürzester Zeit waren die Antworten in meinem E-Mail Briefkasten *gg .
Vielen Dank dafür .

In Zukunft schreibt Andrea auch einen Blog , wer dort mit lesen möchte ... Hier geht´s lang  Und auch ganz neu die Ideen-Börse von W6 , von Kunden ..für Kunden . 

Liebe Andrea ich wünsche Dir , Deinem Team und ebenso Deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen fabelhaften Rutsch ins Neue Jahr . 
Und natürlich auch euch meinen Lesern , wünsche ich alles Liebe , viel Gutes  und das all eure Wünsche auch im Neue Jahr in Erfüllung gehen . 
Wir lesen uns im nächsten Jahr wieder ... Habt bis dann eine fabelhafte und gemütliche Zeit :))

Liebe Grüße eure Heidi